WaveLan

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Traditionelle LANs (Local Area Networks) verbinden mehrere Computer untereinander mittels Kabel oder Glasfaserleitungen. Meistens dient das LAN dabei als Übertragungsmedium für Datei-, Druck- oder E-Mail-Dienste oder als zentraler Zugang zum Internet, für Dienste wie WWW. All diese Lösungen sind ortsgebunden und sind somit einer starren Struktur unterworfen. Jeder Arbeitsplatzrechner benötigt eine separate Netzwerkdose, um diese Dienste im LAN nutzen zu können.

Umstrukturierungs- oder Expansionsmaßnahmen erfordern daher den Ausbau oder die Neukonzeption der Netzwerk-Infrastruktur. Bei einer Kabellösung ist das meist mit viel Geld verbunden und benötigt zusätzlich Zeit für Planung und Realisierung.

Die Verwendung von Funk-LANs hingegen bietet einen wesentlichen größeren Spielraum als eine Kabellösung, da diese nicht ortsgebunden ist. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Mitarbeiter, der über eine Funk-LAN-Lösung verfügt, problemlos seinen Standort wechseln kann, ohne auf die Dienste des Intra- oder Internets verzichten zu müssen. Dies kann von großem Nutzen sein, wenn mobile Klienten zum Einsatz kommen oder eine ganze Abteilung in einen anderen Firmenkomplex umziehen muss. Ferner spielen auch noch die anfallenden laufenden Kosten eine große Rolle, die für eine Funklösung sprechen. Betrachtet man sich die Festverbindungspreise der Deutschen Telekom etwas genauer, so stellt man schnell fest, das man etwa 1.300 DM im Monat investieren muss, um eine Standleitung mit 2 MBit/s zu realisieren. Dabei sind noch keine Endgeräte mit einbezogen -- diese würden mit weiteren "Kilo-Mark" zu Buche schlagen. Betrachtet man hingegen eine Funk-lösung, so sind die Investitionen nur einmal fällig, und die Bandbreite ist um ein Vielfaches höher als bei einer Kabellösung.

Im Jahr 1997 nahm das Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT) eine Ausdehnung des Gültigkeitsbereiches für den Betrieb der Funk-LANs vor. Das beinhaltete eine Datenübertragung über Grundstücksgrenzen hinweg, die ausdrücklich keine wirtschaftliche Einheit mehr bilden müssen, so wie das früher der Fall sein musste. Die Funk-LANs sind dabei anmelde- und gebührenfrei (Verordnung 122, BMPT). Einzige Voraussetzung: die Geräte dürfen nicht mehr als 100 mW abstrahlen. Die Inbetriebnahme der Funkstrecke ist jedoch der Regulierungsbehörde mitzuteilen; die stellt dafür keine Kosten in Rechnung.

Die RegTP stellt einen Service zur Verfügung, um die Strecke einzumessen. Das ist durchaus sinnvoll: Treten Störungen auf, gewinnt derjenige, der sich zuerst angemeldet hat, da die Geräte im ISM-Band (Industrial-, Scientific- and Medical-Band) um 2,4 GHz arbeiten, und normalerweise kann hier niemand Ansprüche stellen: Das ISM-Band ist von jedermann kostenlos nutzbar.

Technische Grundlagen

Das DSSS- und das FHSS-Verfahren basieren auf derselben Technik der "Spread Spectrum"-Technik (Benutzung eines sehr breiten Frequenzbandes zur Signalübertragung, anstatt eines schmalen Kanals). Trotzdem sind hier Unterschiede zu erkennen, die sich in Frequenznutzung, effektiver Datenübertragungsgeschwindigkeit und Reichweite zeigen. Die FHSS-Technik wechselt das Übertragungsband für Datenpakete nach jedem Transfer. Dies verhindert, dass weitere Pakete bei Belegung des Bandes zerstört werden. Das DSSS-Verfahren hingegen verschlüsselt ein zu übertragendes Bit mit einem Pseudo-Code nach dem Zufallsverfahren und kodiert es mit einem Bit. Dabei wird aus einem schmalbandigen ein breitbandiges Signal gemacht. Auf die Weise kann das gesamte Frequenzband genutzt werden, und man erreicht dadurch eine höhere Datenübertragungsrate sowie eine höhere Störanfälligkeit.

Kompatibilität

Untereinander kompatibel sind nur Geräte, die das gleiche Verfahren (DSSS oder FHSS) benutzen. Ein FHSS-Gerät kann also nicht mit einer nach DSSS arbeitenden Gegenstelle kommunizieren. Verwendet man unterschiedliche 11-MBit/s-Karten (DSSS) von verschiedenen Herstellern, kann es sein, dass sich die Geräte auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner treffen (2 MBit/s).

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